Gemeinsam Stark - der ABC-Zug

05.04.2018 | Feuerwehr Gangelt | Autor: Oliver Thelen

Durch den kontinuierlich wachsenden Güterverkehr auf Straßen, Schienen und Schifffahrtswegen steigen die Anforderungen an die Feuerwehren in Deutschland stetig an. Für die Bekämpfung von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren hält die Feuerwehr Gangelt eine Spezialeinheit vor, den ABC-Zug.

Regelmäßig fahren unzählige Transportfahrzeuge durch die Straßen der Gemeinde Gangelt, darunter auch zahlreiche Gefahrguttransporter. Neben dem Durchgangsverkehr in die Niederlande liefern unter anderem Kleintransporter Gefahrgüter in Form von Medikamenten oder Röntgenstrahler in Apotheken, Krankenhäuser und Radiologische Praxen. Die Gefahrstoffe sind in der Regel auch bei Unfällen sicher verpackt. Sollte jedoch einmal etwas schief gehen, rückt die ABC-Einheit der Feuerwehr Gangelt als Spezialeinheit für die Bekämpfung von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren aus. Ihnen zur Hilfe kommt bei größeren Schadenslagen die ABC-Einheit des Kreises Heinsberg, die über weitergehendes Material verfügt.

Zugführer des ABC Zuges ist Gemeindebrandinspektor Barthel Johnen, ihm zur Seite steht Brandinspektor Ferdi Esser. Der ABC-Zug wird durch speziell ausgebildete Einsatzkräfte der einzelnen Löscheinheiten gebildet. Das für diesen Zug beschaffte Fahrzeug ist am Standort Stahe stationiert. Die Einheit Stahe-Niederbusch stellt auch den Großteil der Mannschaft.
Neben den regelmäßigen theoretischen und praktischen Übungen fand im vergangenen Jahr ein 70stündiger Lehrgang statt. 17 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gangelt und Selfkant wurden in diesem Spezialgebiet ausgebildet. Das Ausbilderteam erhielt dabei Unterstützung vom ABC-Zug des Kreises Heinsberg und aus den Niederlanden. So stellte die Einheit Born der Brandweer Zuid Limburg dem Lehrgang einen Übungscontainer zur Verfügung, an dem die Teilnehmer Leckagen an Rohrleitungssystemen sowie verschiedene andere Leckagen abdichten konnten. Bei den anstrengenden Arbeiten spielt das Teamwork eine besonders wichtige Rolle, denn unter den schweren Vollschutzanzügen ist eine Kommunikation nur eingeschränkt möglich. Darüber hinaus besichtigte eine rund 20-köpfige Delegation der Feuerwehren Gangelt und Selfkant im November den größten Chemiepark der Niederlande. Der Chemiepark Chemelot befindet sich nur 14 Kilometer von der Gangelter Gemeindegrenze entfernt. Die Teilnehmer zeigten sich begeistern von der ausführlichen und informativen Vorstellung der Werkfeuerwehr Chemelot.

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