Vegetationsbrand, groß
Großbrand in der Brunsummer Heide
in den frühen Abendstunden kam es in der Brunssumer Heide zu einem größeren Vegetationsbrand. Daraufhin rückten zahlreiche niederländische Einsatzkräfte zur Einsatzstelle aus. Auch Flugfeldlöschfahrzeuge vom Flughafen Aachen-Maastricht sowie mehrere Traktoren mit Wasserfässern wurden eingesetzt. Im weiteren Verlauf wurde gegen 22:15 Uhr im Rahmen der EMRIC-Kooperation auch Einheiten aus dem Kreis Heinsberg alarmiert, darunter die Löscheinheit Stahe-Niederbusch (Gangelt), der Löschzug Übach (Übach-Palenberg) sowie die Löscheinheit Teveren (Geilenkirchen). Nachdem sich alle Kräfte am Feuerwehrgerätehaus in Stahe-Niederbusch eingefunden hatten, ging es nach einer kurzen Ansprache des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Günter Paulzen gemeinsam in Richtung Brunssum. Vor Ort meldeten sich die deutschen Kräfte an und unterstützten anschließend die niederländischen Einsatzkräfte bei den Löschmaßnahmen. Im weiteren Verlauf der Nacht wurden gegen 1:10 Uhr erneut Kräfte aus dem Kreis Heinsberg nachgefordert, diesmal die Löscheinheit Gangelt sowie die Löscheinheit Ophoven (Wassenberg) mit ihrem Schlauchwagen. Vor Ort verlegten die Kräfte mehrere hundert Meter Schlauchleitungen. Nach einiger Zeit im Einsatz konnten die Kräfte schließlich wieder zurück nach Deutschland fahren. Am Morgen des 22.08.2025 konnte gegen 8:30 Uhr endgültig „Feuer aus“ gemeldet werden. Es brannte nach Niederländischen Angaben zirka 75000 m2.
EMRIC steht für den niederländischen Namen „Euregio Maas-Rijn Incidentenbestrijding en Crisisbeheersing“ (grob übersetzt: Euregio Maas-Rhein Einsatz- und Krisenbewältigung). EMRIC ist ein einzigartiger Zusammenarbeitsverbund von Behörden, der für die Sicherheit in den Bereichen Brandschutz, technische Hilfeleistung und Rettungsdienst zuständig ist. In einer grenzreichen Region wie der Euregio Maas-Rhein können die ausländischen Hilfsdienste häufig schneller zur Stelle sein, als die eigenen Dienste. Wenn jede Sekunde zählt, ist schnelle Hilfe lebenswichtig. Die folgenden Dienste sind Teil der Zusammenarbeit: die Feuerwehr der Stadt Aachen, die Ordnungsämter des Kreises Heinsberg und der Städteregion Aachen in Deutschland; die Provinzen Limburg und Lüttich in Belgien sowie die Veiligheidsregio und GGD Zuid-Limburg in den Niederlanden. Diese Organisationen finanzieren die Zusammenarbeit und das sogenannte EMRIC-Büro. Neben diesen sieben Partnern arbeiten noch gut 30 Dienste und Behörden mit dem EMRIC-Verbund zusammen. EMRIC sorgt dafür, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit möglich ist, denn selbstverständlich ist das keineswegs. Die Systeme und Gesetze sind in den drei Ländern derart unterschiedlich, dass viel geregelt werden muss, um mit einem Rettungs- oder Feuerwehrwagen die Grenze überqueren zu dürfen. In einer grenzreichen Region wie der Euregio Maas-Rhein ist es selbstverständlich über die Grenze hinweg zu arbeiten, zu studieren oder die Freizeit zu verbringen. Sich gegenseitig in Notsituationen zu helfen, war es jedoch in der Vergangenheit nicht. Zum Glück ist inzwischen viel geregelt, häufig in Zusammenarbeit mit nationalen, föderalen, provinzialen und kommunalen Behörden. Zurzeit fahren jährlich etwa 900 Rettungswagen über die Grenze, um so schnell wie möglich adäquate Hilfe zu leisten. In rund 300 Fällen helfen sich die Feuerwehren gegenseitig, wenn Not am Mann ist.
Autor: Oliver Thelen
